Psychotherapiepraxis 
Katrin Büsing

 

 

Therapieangebote

Kognitive Verhaltenstherapie ist ein Verfahren, das vor allem auf eine Veränderung

  • des Denkens,
  • des Verhaltens und
  • des Erlebens von Menschen abzielt.

Dabei wird auch die jeweilige Biographie mitberücksichtigt. Sie steht aber nicht im Mittelpunkt.

Verhaltenstherapeuten gehen davon aus, dass seelische Erkrankungen sich durch fehlgeleitete Lernprozesse erklären lassen. Irgendwann in ihrem Leben erlernen Menschen Verhaltens-oder Denkmuster, die vielleicht irgendwann einmal sinnvoll waren, später aber zum Problem geworden sind. Es geht darum, diese ungünstigen Muster zu erkennen, Veränderungsmöglichkeiten zu erarbeiten und einzuüben.

In der Behandlung ist Ihre Eigeninitative gefragt. Sie werden in den Sitzungen Aufgaben mitbekommen, z.B. Ihr Verhalten oder Ihre Gedanken bis zur nächsten Sitzung zu beobachten oder neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Wie Sie aus anderen Lebensbereichen wissen, ist es gar nicht so einfach, einmal Gelerntes umzulernen. Deswegen ist Üben, Üben und nochmals Üben wichtig. Die therapeutischen Aufgaben können wöchentlich 2-3 Stunden in Anspruch nehmen.

Wichtig ist, dass Sie in die Therapie möglichst konkrete Ziele mitbringen. Was genau möchten Sie verändern oder lernen?

Ihr Therapeut in der Verhaltenstherapie ist eine Art "Bergführer", der mit Ihnen gemeinsam einen passenden Weg sucht. Er kann Sie unterstützen, motivieren und begleiten und mit seinem Wissen unterstützen. Sie selber sind und bleiben aber Experte für sich und bringen Ihre Ressourcen ein.

In der Therapie kann es wie in jeder anderen menschlichen Beziehung auch zu Konflikten oder Missverständnissen kommen. Wichtig ist, dass Sie sich trauen, diese möglichst bald direkt anzusprechen.

EMDR (Eye-Movement-Desenzitization and Reprocessing):

EMDR ist ein sehr gut untersuchtes und sehr wirksames Verfahren, das ursprünglich für Traumapatienten entwickelt wurde. Während ein Patient an eine belastende Erinnerung denkt, wird die Verarbeitung dieser Erinnerung durch schnelle Augenbewegungen unterstützt. Aber auch für andere Erkrankungen, z.B. Angsterkrankungen, kann dieses Verfahren hilfreich sein. Wenn Sie mehr wissen wollen, können Sie sich auf der Homepage der Fachgesellschaft informieren (www.EMDRIA.de)

Psychodynamisch-imaginativeTraumatherapie (PITT):

Dieses Therapieverfahren wurde von der Ärztin Luise Reddemann ebenfalls für Traumapatienten entwickelt. Es ist ein ressourcenorientierter und wertschätzender Ansatz, der vor allem Menschen mit komplexen Traumafolgeerkrankungen helfen soll, Strategien zu entwickeln, mit ihren Besonderheiten umzugehen (www.luise-reddemann.de). 

Schematherapie:

Schematherapie ist eine Erweiterung der kognitiven Verhaltenstherapie durch den amerikanischen Psychologen Jeffrey Young. Sie richtet sich v.a. an Personen, bei denen andere Therapieformen nicht ausreichend gewirkt haben oder die immer wieder gravierende Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen erleben. Patienten werden angeleitet, Ihre Muster im Erleben und Verhalten bewusst wahrzunehmen und zu verändern. Durch Methoden wie Stuhldialoge oder Imaginationen wird eine gezielte Veränderung von meist schon sehr früh gelernten (unter Umständen ungünstigen oder nicht mehr passenden) emotionalen Reaktionen angestrebt.